Das Buch
Inhalt
Das Buch und die Geschichten scheinen auf den ersten Blick schrill, verrückt und skurril.
Diese Bezeichnungen lösen aber bei der Bestatterin einen Schmerz aus, als würde man Alufolie durch ihre Zähne ziehen (lacht). Es wären geeignete Worte, um das Thema Tod erneut in eine absurde Ecke zu verbannen. Die beschriebenen Geschichten sind zutiefst menschlich, farbig und auch heiter und stellen das Thema Tod mitten ins Leben. Der Titel >Bunte Särge< steht als Metapher für ein angemaltes Tabu, um es dem Leser ansehnlich oder behaglich zu machen. Die Geschichten sollen einen Impuls geben, das Tabu brechen zu können, um auf natürliche Art und Weise mit Tod und Sterben umzugehen. Im Grunde sollen die Geschichten von Angehörigen und Verstorbenen zeigen, das ein riesiges Spektrum an Wissen um eines der wichtigsten Naturereignisse totgeschwiegen wird. Die Geschichten um die Bestatterin und den Tod der eigenen Mutter sollen zeigen, dass das Thema weder depressiv noch verrückt macht.
Auch eine Bestatterin lacht gerne - und gerade weil sie selbst viel über den Tod nachdenkt, wirft sie sich umso mehr und bewußt ins pralle Leben und genießt es in vollen Zügen.
